Lashmaker: Berufsbild, Ausbildung, Voraussetzungen

Lashmaker, Wimpernstylistin, Lashstylistin — für viele klingt dieses relativ neue Berufsbild nach einem Traumjob. Sich täglich mit Schönheit zu umgeben und mit eigener Kreativität gutes Geld zu verdienen klingt auch traumhaft. Und obwohl er karrieretechnisch viel Potential hat und lukrativ sein kann, leicht ist der Beruf dennoch nicht. Heute wollen wir uns deshalb einmal den Voraussetzungen und dem Weg zur professionellen Lashstylistin widmen.

 

Ein Augenblick der Geschichte

Die sogenannte Einzelwimpernverlängerung ist kein sehr neues Thema mehr auf dem Kosmetikmarkt, aber als Trend ist es definitiv ein Kind des neuen Jahrtausends. Vor ihrem Aufkommen wurden die Wimpern entweder mit ganzen Strips oder kleinen Dreierbüscheln verdichtet und verlängert. Jedoch hielten solche Kreationen nicht lange und zogen zudem die Naturwimpern bisweilen stark in Mitleidenschaft. Heute hingegen gibt es feinere Techniken, hochwertiges Material von etablierten Brands, stärkere und dennoch schonende Klebstoffe und dazu natürlich den inzwischen begehrten Beruf eines professionellen Lashmakers. 

Da die Wimpernverlängerungen stark gefragt sind und sich sowohl für Studios als auch für Selbstständige lohnen, ist der Markt durchaus umkämpft. Noch ist er nicht geregelt, so dass die Ausbildung und der Berufseinstieg relativ flexibel sind. Das führt allerdings nicht nur zu tollen Chancen für engagierte und begabte Lashmaker, sondern erlaubt leider auch einigen schwarzen Schafen, auf den Markt zu kommen. Doch zum Thema Ausbildung kommen wir noch. 

 

Was macht ein Lashmaker? Die Berufsbeschreibung

Eine Wimpernstylistin, auch Lashstylistin oder Lashmaker genannt (von English „lash“: Wimper) ist ein ausgebildeter Beauty-Profi, der bzw. die sich auf das Applizieren von Einzelwimpern spezialisiert hat. Im Berufsalltag kann eine Wimpernstylistin selbstständig sein, ein eigenes Studio betreiben oder in Festanstellung arbeiten. 

Zum „Job“ gehören neben der Behandlung und des entsprechenden Könnens auch die Beratung der Kunden, die Reinigung und die Desinfektion/Sterilisation Ihres Arbeitsplatzes und Ihres Werkzeugs, ggf. können auch Dienstleistungen wie etwa Augenbrauenkorrekturen oder Wimpernfarbe gefragt sein.

Der Beruf ist spannend und kreativ, denn als Lashmaker kleben Sie nicht „einfach nur“ ein paar Extensions auf die Wimpern. Ihre Arbeit kann die Augenform definieren und sogar modellieren, Schlupflider korrigieren oder kleinere Augen optisch vergrößern. Sie müssen beraten und auf verschiedene Menschen, ihre Wünsche und ggf. auch Ängste eingehen können. Noch mehr als eine Haarstylistin tragen Sie die Verantwortung fürs Wohlbefinden und sogar die Gesundheit Ihrer Kundinnen.

 

Wo kann ein Lashmaker arbeiten?

Ähnlich wie eine Visagistin oder ein Nail Artist, kann auch eine Wimpernstylistin verschiedene Wege einschlagen. Sie können in Beautysalons, Coiffeurstudios oder Wimpernstudios mit Privatkundinnen arbeiten, in Festanstellung oder als Unternehmerin. 

Sie können sich aber auch auf besondere Anlässe spezialisieren (Braut-Makeup) oder sich kreativ austoben und für Medien und Fotografen tätig sein. Sie können Ihre Dienste sowohl Privatpersonen als auch in der Werbung oder innerhalb der Film- und TV-Industrie anbieten. 

Wenn Ihnen Unterrichten liegt, können Sie Kurse anbieten oder für eine Wimpernverlängerungs-Brand tätig sein, z.B. im Verkauf oder im Bereich Schulungen.

 

Die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen als Lashmaker

Wie jeder Beauty-Beruf bewegt sich auch der Beruf der Wimpernstylistin nah am Thema der Gesundheit. Sie arbeiten zudem viel mit Menschen und brauchen daher ein gutes Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit, Diskretion, Kommunikationsstärke (nicht nur, aber auch für schwierige Fälle) und eine grundsätzlich kundenorientierte Denke. 

Neben Lust auf kreative Aufgaben müssen Sie eine gute Fingerfertigkeit und Koordination sowie die Fähigkeit, sich lange Zeit auf etwas zu konzentrieren, mitbringen. Reinlichkeit und Genauigkeit sind ebenfalls gefragte Eigenschaften. 

Auch auf gesundheitlicher Seite gibt es Voraussetzungen, die Ihnen die Arbeit als Lashmaker überhaupt ermöglichen. Dazu gehören vor Allem ein gutes Sehvermögen, ein gesunder Rücken und das generelle Nichtvorhandensein von Allergien und Atemwegsproblemen.

Mode- und Beautytrends sollten Sie interessieren, und ein gutes Verständnis von Ästhetik und Harmonie hilft sicherlich auch weiter. Die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten und Entscheiden brauchen Sie für Ihren Erfolg als Lashmaker genauso wie die Lust am Lernen und Weiterbilden.

Und wenn Sie sich als Wimpernstylistin selbstständig machen, brauchen Sie natürlich auch da entsprechende Kenntnisse zu allen relevanten betrieblichen und unternehmerischen Fragen.

 

Die Ausbildung zur Lashstylistin

Es gibt Lashmaker, oft vor allem japanische und russische, die sich ausschließlich auf Wimpernstyling spezialisiert haben, da sich in diesen Herkunftsländern der Trend früher etabliert hatte. Auch kommen aus Japan die ersten wirklich hochwertigen Einzelwimpern, während aus Russland die Volumentechnik stammt, bei der eine Naturwimper einen federleichten Fächer aus Kunstwimpern trägt. 

Andere Lashmaker kommen vom Friseurberuf oder steigen als Kosmetikerin ein, um ihr Portfolio zu erweitern. Und da Lashmaker keine geschützte Berufsbezeichnung ist, sind für angehende Profis vor allem eine gute Ausbildung und viel Praxis enorm wichtig.

Deshalb: Egal, wofür Sie sich entscheiden, ob Sie ausschließlich Wimpernstyling machen oder es unter anderem anbieten wollen, ob Sie freiberuflich tätig sind oder angestellt, ob Sie mit Privatpersonen oder mit Produktionsteams arbeiten — Sie brauchen zunächst eine solide Grundausbildung.

Da eine gute Ausbildung bis zu 2.000 Euro kosten kann und auch etwas Zeit in Anspruch nimmt, es aber, wie bereits erwähnt, keine geschützte Berufsausbildung gibt, sollten Sie die Wahl der Schule nicht dem Zufall überlassen. Schließlich lernen Sie hier nicht nur alles, was Sie für Ihren Erfolg als Lashstylistin brauchen, sondern investieren auch in künftiges Kundenvertrauen. Suchen Sie nach echten Bewertungen, sehen Sie sich genau die Lehrpläne und auch die Bedingungen an. Neben viel Theorie und Üben an speziellen Puppen sollte auch Arbeit mit Modellen auf dem Plan stehen. Es lohnt sich ebenso, sich die Ausstattung der Schule vor Ort anzusehen.

 

Ist Lashmaker was für mich? Die Vorteile und die Nachteile des Berufs

Dass Lashmaker ein spannender und auch ein ernstzunehmender Beruf ist, haben wir ja bereits festgestellt. Wenn Sie sich jetzt also fragen: „Ja, ist das denn nun etwas für mich?“ — dann haben wir hier einmal die wichtigsten Vor- und Nachteile dieses Berufs für Sie aufgezählt.

Zu den Nachteilen gehören:

  • Körperlich anstrengende Arbeit
  • Verantwortung für die Gesundheit der Kundinnen
  • Anfangsinvestition in Ausbildung und Qualitätsausstattung
  • Wettbewerb und Preisdruck
  • Abhängigkeit von der Nachfrage, die saisonal variieren kann

Mit Sport und einer gesunden Lebensweise auf der einen Seite und mit cleverem Marketing und Qualitätsausstattung auf der anderen lässt sich der Arbeitsalltag der Wimpernstylistin allerdings entscheidend angenehmer gestalten.

Den Nachteilen gegenüber stehen zudem auch noch diese Vorteile:

  • Recht schnelle Ausbildung, die sich zudem relativ schnell amortisiert 
  • Verhältnismäßig leichter Berufseinstieg dank der großen Anfrage
  • Kreativer, spannender Zweig der Beautyindustrie
  • Arbeit nebenberuflich, in Vollzeit-Festanstellung oder als Unternehmerin möglich
  • Lukrativer Beruf mit viel kreativem und Karriere-Potential

Angehende Lashmaker laden wir herzlich ein, sich in weiteren Wink Lashes Artikeln über den Beruf zu informieren. 

Oder sind Sie schon eine erfahrene Wimpernstylistin und möchten Ihre Erfahrungen mit uns teilen? Dann freuen wir uns auf Ihren Kommentar!

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